Das Glücksprinzip

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In diesem Film geht es um einen kleinen Jungen, der versucht diesen Planeten etwas lebenswerter zu gestalten. Eine Aufgabe seines Lehrers veranlasste ihn dazu sich das Glücksprinzip auszudenken.

Das Prinzip funktioniert so. Zuerst muss einem beliebigen, wohlmöglich völlig fremden Menschen in der Not geholfen werden. Sei es jemand der mit seinem Auto eine Panne hat oder eine Frau mit Kinderwagen, die versucht aus dem Bus zu steigen. Das sind kleinere oder größere Momente der Not. Dies bedeutet nicht, dass man dadurch gezwungen ist viel Geld in die Hand zu nehmen oder auf irgendetwas verzichten zu müssen. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die nicht viel Entbehrung bedürfen und trotzdem unheimlich kraftvoll für jemand anderen in Not sein können. Manchmal genügt auch schon ein Lächeln.

Dieses Prinzip lebt weiter, indem die Person, der geholfen wurde, drei beliebigen weiteren Menschen ebenfalls etwas Gutes tut. Wichtig dabei ist, dass diese Menschen eine akute Not haben oder ein dringendes Bedürfnis nach Hilfe. Wie schon erwähnt, es müssen keine Reichtümer sein, die investiert werden, es genügt manchmal schon etwas, was vermeidlich klein für einen selbst ist, was sich für den anderen aber unheimlich groß anfühlt.

Stell dir mal folgende Situation vor. Es ist Freitagnachmittag und du kommst gerade von der Arbeit nach Hause. Du willst aber vorher noch eben schnell eine Kleinigkeit einkaufen. Du gehst zum Supermarkt deines Vertrauens und stellst fest, dass noch mindestens 200 andere die gleiche Idee hatten. Warum dieses Phänomen immer freitags nachmittags oder am Samstag auftritt ist wahrscheinlich eine eigene Studie wert. Aber damit sollen sich andere befassen. Du hast nun alle fünf Teile in deinem Korb und gehst schließlich zur Kasse. Alle drei Kassen sind voll und bieten Obdach für lange Menschenschlangen. Viele Menschen in dieser Schlange sind wohlmöglich noch genervt, weil es nicht schnell genug geht und ihnen just in diesem Moment auffällt, das sie sich für die falsche Kasse entschieden haben. Wir Deutschen sind in solchen Situationen prädestiniert für unsere Unentspanntheit. Du kämpfst dich mit viel Geduld nach vorn und bist mit deinem kleinen Einkauf endlich an der Reihe. Du schaust die Kassiererin an und stellst fest, dass sie natürlich sehr im Stress ist. In ihrem Gesicht steht geschrieben, dass sie sich sicherlich schon gegen den einen oder anderen tückischen Angriff des ein oder anderen Kunden verteidigen musste. Ich glaube, tauschen möchte im Moment keiner mit ihr.

Stell dir jetzt einmal vor, du tust etwas, was vor dir noch niemand an diesem Tag getan hat. Du lächelst die Kassiererin an, schaust ihr in die Augen und sagst „Dankeschön. Dankeschön dafür, dass Sie, trotz dieses stressigen Tages, immer noch so freundlich sind. Das ist nicht immer selbstverständlich.“

Ich vermute die Kassiererin wird noch länger an dich denken und die lieben Worte nicht so schnell vergessen. Vermutlich wird sie dadurch die Kraft tanken können um die nächsten Kunden ebenfalls freundlich abzukassieren und ihnen ein Lächeln zu schenken. Das ist der Ripple Effekt. Überlege dir doch einmal wie du nach so einer Situation reagieren würdest. Würdest du dich freuen? Mit Sicherheit. Würdest du das Lächeln noch einige Momente weitertragen? Ebenfalls mit Sicherheit. Du würdest den Moment an diesem Tag nicht so schnell vergessen. Solch einen Effekt können wir auf andere Menschen haben, wenn wir nur wollen. Du hast die Welt damit ein bisschen besser gemacht. Und das Beste ist, es hat nichts gekostet.

Zurück zum Glücksprinzip. Das Glücksprinzip verbreitet sich auch, selbst wenn nur ein Drittel der Menschen es weitergeben.

Ich möchte für uns Gastronomen im Voraus bezahlen. Pay it forward. Ich möchte, dass wir in unseren Küchen, Restaurants, Hotels… einfach überall wo wir uns herumtreiben, gegenseitig etwas mehr Glück schenken.

Jemandem eine Freude zu machen und etwas Glück zu verschenken kostet kein Geld, bringt aber für alle Beteiligten einen Gewinn.

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